METROPOLITAN STUDIES - ein neuer Studiengang an der FU Berlin
Fachbereich Geowissenschaften
Institut für Geographische Wissenschaften
Arbeitsbereich Stadtforschung (TEAS)

Nach über 25 Jahren Theoretischer, Empirischer und Angewandter Stadtforschung (TEAS) an der Freien Universität Berlin hat der Arbeitsbereich TEAS seine Erfahrungen in die Zusammenarbeit mit der Universität von Amsterdam und dem University College London eingebracht und einen gemeinsamen Masterstudiengang „Metropolitan Studies“ ausgearbeitet. Dieser nimmt mit dem Wintersemester 2005/06 seine Ausbildung künftiger Stadtforscherinnen und Stadtforscher auf.

• Die Stadt in Perspektiven

Dozentinnen und Dozenten aus den Fachrichtungen Geographie, Soziologie, Ökonomie, Planung, Verkehrswissenschaft, Mathematik und Ökologie bieten in einem viersemestrigen Studium interdisziplinären Einblick in die Dynamik von Stadt-entwicklungsprozessen speziell von Metropolen aus internationaler Sicht.

Sowohl die Problembereiche historischer wie aktueller Entwicklungsprozesse (Industrialisierung, Tertiärisierung, Postmoderne) auf allen räumlichen Ebenen menschlichen Wirkens (lokal bis global) als auch die zukünftiger Entwicklungen stehen im Zentrum des forschungsorientierten Curriculums.

• 4 Kernmodule

• Soziale Herausforderungen in Städten einer sich globalisierenden Welt

• Städte in einer Netzwerk-Ökonomie

• Metropolitane Steuerung und räumliche Planung

• Regional-komparative Methodik

Das Zusammenspiel dieser Module wird in einem Projekt, das im 3. Semester jeweils bei den Partneruniversitäten vor Ort durchgeführt wird, erarbeitet und in der Master-Thesis im 4. Semester an konkreten Problemstellungen selbständig umgesetzt.

8 unserer Fragen

• Wie wird sich das Verhältnis von prosperierenden und stagnierenden Städten/ Metropolen in Zukunft entwickeln? Wie beeinflussen Wertschöpfungsprozesse und Unternehmensnetzwerke künftige urbane Strukturen?

• Werden sich die Städte und Metropolregionen in ihren Strukturen und in ihrem Aussehen immer mehr angleichen, oder entwickeln sie Tendenzen der Polarisierung und Divergenz?

• Gibt es Grenzen urbanen Wachstums, und wenn ja: wodurch werden sie bestimmt?

• Gibt es nach der „Unwirtlichkeit“ der Städte auch eine „Unregierbarkeit“? Was sind erfolgversprechende Strategien und Instrumente einer nachhaltigen, d.h. ökonomisch, sozial und ökologisch ausgewogenen, wettbewerbsfähigen Stadtentwicklung?

• Welche Konzepte der Steuerung und Planung können Grundlage für solche Entwicklungen sein? Gibt es, gemessen an den gloabl dominanten Pfaden, alternative Wege, die regionaler Identität mehr Raum geben? Müssen Metropolen groß sein?

• Welche Rolle spielen u.a. Forschung und Entwicklung, Verkehr, Infrastruktur, Sicherheit, Kriminalität oder globale Finanzströme für die Zukunft einer Stadt?

• Wie wird sich in der urbanen Bevölkerung das Verhältnis von Mobilität und Ortsbindung entwickeln?

• Wirkt soziale Segregation als Motor gesamtstädtischer Höherentwicklung (Integration, Identifikation) oder Sackgasse eines Entwicklungspfades (Polarisierung, Exklusion)? Welche Teile einer Metropole profitieren von Globalisierung, welche von der Lokalisierung? Wie entwickeln sich die urbanen Teilmärkte (u.a. Wohnung, Versorgung, Verkehr, Kommunikation) für einzelne Sozialgruppen?